Francke-Lehrkräfte auf der Spur verfolgter Mitbürger

Fortbildung zu Stolpersteinen im Gießener Stadtbereich

Vor dem ehemaligen Fröbelseminar war die erste Station von Lehrkräften der Francke-Schule, die sich über Stolpersteine in Gießen informieren wollten. Da, wo die Pädagogin Hedwig Burgheim gewohnt und gelehrt hatte, begann am Ende der Sommerferien für ein Dutzend Lehrer/-innen im Rahmen ihrer Vorbereitungswoche die kleine Exkursion im Gießener Stadtbereich.

In Monika Graulich hatte die Gruppe eine kundige Referentin für ihre Fortbildung gefunden, denn die Stadträtin ist seit Jahren aktiv im Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ und in der örtlichen Stolperstein-Koordinierungsgruppe. An ausgewählten Orten berichtete Graulich nicht nur über Umstände der Verlegung von Stolpersteinen und den Künstler Gunter Demnig, der die Gedenkplatten aus Messing gestaltet, sondern auch über die Biografie einer jeden Person, an die erinnert werden soll. Darunter waren jüdische Einzelpersonen und Familien sowie ein Opfer der Aktion T4 (Ermordung von Psychiatrie-Patienten).

Für die Francke-Lehrer/-innen war der Termin sowohl eine Ergänzung zu sonstigen Fortbildungen für die Schulfächer Geschichte oder Religion als auch ein besonderes Anliegen: Die Schule hatte im Mai eine Patenschaft für Stolpersteine übernommen, und bei einem ersten Putztermin hatten sich Jugendliche der Klasse 9a darum gekümmert, dass in bestimmten Straßenzügen die dort verlegten Messingplatten vor dem Verdunkeln bewahrt werden und weiterhin gut sichtbar bleiben. Die Spurensuche der Lehrkräfte vor Ort diente auch dazu, dass dieser lokale Bezug zu einem insgesamt wichtigen Thema im Unterricht kompetent vermittelt werden kann.


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